Vancouver´s Schattenseite

Mittwoch, 16.05.2018

Das Wochenende ist leider viel zu schnell vergangen…aber es hat seine Spuren hinterlassen…ja, einerseits weil es wirklich super schön war, andererseits weil ich voll den Muskelkater in den Oberschenkeln hab :D und das obwohl ich ja eigentlich dank dem Rowdy und so Märschen wie „Neudorf- Püttlachtal- Pottenstein- Klumpertal- Igelsee- Neudorf“ :) schon ganz fit bin, was das betrifft….aber beim Lasertag bin ich immer recht viel in der Hocke umher gelaufen, um möglichst nicht getroffen zu werden…. :D
Das hat zwar nicht immer so ganz gut geklappt, aber wie man sieht war es ein ziemlich gutes Work-out :D und zu meiner Beruhigung haben die anderen auch alle Muskelkater :D

Da es von dem Praktikum eigentlich nichts wirklich zu erzählen gibt, möchte ich in dem Blogeintrag mal die Schattenseite von Vancouver betrachten….

Das es hier in Vancouver sehr viele Obdachlose gibt, hatte ich ja schon mal erwähnt, aber als ich ein bisschen genauer gegoogelt hab, bin ich schon wirklich sehr erschrocken.
Vancouver gilt einerseits als eine der lebenswertesten Städte der Welt, aber auf der anderen Seite gibt es hier auch ein massives Obdachlosen- und Drogenproblem. An diesen Anblick werde ich mich nie gewöhnen…für die meisten Einheimischen ist es jedoch schon ganz normal, dass in einigermaßen geschützten Nischen und Hauseingängen Obdachlose auf Zeitungen, Pappe, Decken oder in Schlafsäcken liegen. Einige haben einen Hund, oder sogar zwei und das wenige was sie besitzen haben sie oft in einen Einkaufswagen gepackt.

Dabei gilt hier in Vancouver vor allem die East Hastingsstreet als bekannte Drogenszene…aber auch in der Granville Street (bekannte Ausgeh- und Shoppingstraße) haben Kristina und ich heute gefühlt alle 20 Meter „Streetsleeper“ gesehen, wie sie hier genannt werden. Der eine hat sich gerade eine Spritze gesetzt…das war schon echt extrem heftig…auch begegnen mir auf meinem kurzen Weg zur Arbeit sehr oft Leute, die sehr mitgenommen aussehen, viele sind wahrscheinlich betrunken, oder haben sich sonst was eingeworfen…auch hör ich sehr oft die Sirene von einem Krankenwagen, der wohl in Richtung East Hastingsstreet fährt.
Das Wegschauen und aus dem Weg gehen fällt mir nicht wirklich leicht….besonders ein Mädchen, das bestimmt nicht viel älter war als ich mit 2 Hunden hat sich mir eingeprägt…

In einem Zeitungsartikel hab ich folgende Zahlen gefunden „In Vancouver (600.000 Einwohner) leben rund 1500 Menschen auf der Straße. (wobei die tatsächliche Anzahl wahrscheinlich noch viel höher ist) Es gibt aber nur rund 700 Notplätze, wo Obdachlose einen Schlafplatz finden können. Allein 2008 wurden Obdachlose in 40.000 Fällen wegen Überfüllung abgewiesen.“ Schon erschreckend….

Ziemlich krass finde ich auch die Tatsache, dass es hier in Vancouver seit 2003 Nordamerikas erste legale Fixierstubbe gibt. Dort bekommen Drogenabhängige saubere Nadeln und auf Wunsch sogar eine Krankenschwester an die Seite. Außerdem können dort HIV-Tests durchgeführt werden, Krankheitsfragen gestellt werden und Suchttherapien gestartet werden. Durch diese „Clinic“ soll vor allem die Verbreitung von übertragbaren Krankheiten wie HIV verhindert werden…dieses Projekt gilt jedoch als umstritten und ich weiß um ehrlich zu sein auch nicht genau was ich davon halten soll..

Soviel zu diesem Thema…
Morgen ist Kristinas Geburtstag, da gibt es dann wieder bestimmt einiges positives zu berichten :)

Viele Grüße derweil an alle Blog-Leser :)

 

 

 

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Dieses Blog berichtet aus Kanada (Praktikum).

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